Samstag, 22. August 2015

Fiesta de 15 años


Vielleicht hat jemand schon einmal davon gehört das in manchen Ländern, unteranderem auch in Costa Rica, der 15. Geburtstag ein wichtiges Alter ist.
In Costa Rica feiern die Mädchen den 15. Geburtstag, weil sie da zu einer Frau werden. Dies ist eine alte Tradition.
Viele Mädchen machen eine Party, wobei man zwischen formellen und informellen Festen unterscheiden muss.
Ich war schon auf beiden und habe kleine Unterschiede gemerkt. Doch ob das generell so ist wie ich es beschreiben werde, weiß ich nicht.
Bei der formellen Party war es ein sehr großer Raum mit großem Buffet. Es wurde sehr viel getanzt, darunter auch eine Polonaise. Außerdem tragen alle Mädchen Kleider und die Jungen ein Hemd oder einen Anzug. Meine Gastschwester hat auch gesagt, dass man nicht 2x das gleiche Kleid auf einem 15er Fest anzieht.
Bei der informellen Party war alles ein bisschen familiärer, doch es wurde auch viel getanzt. Die Kleidung sieht auch anders aus: man geht in Jeans und T-shirt zu der Party, wobei man sich schon ein bisschen schick macht.


Auf beiden Festen gab es aber eine Wand, an der viele Bilder mit dem "Geburtstagskind" gemacht wurden. Viele Utensilien wie Hüte, Brillen, Sprüche etc. wurden dazu bereitgestellt. Außerdem sang man "Feliz cumpleaños" (Alles Gute zum Geburtstag) und danach bekam man einen Cupcake.


Bei den Jungen wird nicht der 15. Geburtstag sondern der 18. gefeiert.

Montag, 3. August 2015

1. Schultag


Heute war mein erster Schultag an der neuen Schule.
Ich war schon einmal dort, als wir die Uniform gekauft haben.
Die Schule ist im gleichen Ort und ist nur 700 m von dem Haus entfernt (ich weiß, dass in einem anderen Post 300 m steht, aber das war die Angabe der Gastschwester und ich finde es sind mehr).
Obwohl man das Stück auch sehr gut zu Fuß gehen kann, werden meine Gastschwestern und ich gefahren. Viele kommen auch mit einem extra Schulbus, der denen gelben Schulbusse in den USA sehr ähnelt.
Als ich dann um kurz vor Schulbeginn (7 Uhr) im Sekretariat war, mussten wir noch sehr lange warten.
Es wurde, wie jeden Montag, die Nationalhymne gespielt und danach liest ein Schüler, wie jeden Tag, etwas vor. Was sie genau vorlesen weiß ich nicht.
Im Sekretariat verweilten wir über 2 Stunden und mir wurde ein Teil der Regeln erklärt:
Halsketten, Armbänder, Schminke und Nagellack sind strengsten Verboten. Ebenso trinken und rauchen. Uhren und Ohrringe müssen klein sein. Wenn man eine Jacke tragen möchte, dann muss sie das gleiche Blau haben wie die Schuluniform. Die Schuluniform muss man immer tragen. Für die Jungen auf meiner Schule bedeutet das, dass sie schwarze Schuhe und schwarze Socken tragen müssen und dazu eine braune Hose und ein graues T-Shirt. Die Mädchen müssen schwarze Ballerinas mit weißen Socken, ein grün-weiß karierter Rock und ein graues T-Shirt tragen. Hose, Rock und T-Shirt kauft man in der Schule.
Die Schüler der 11. Klasse tragen ein mint-farbenes Oberteil.
Von der 1. bis 6. Klasse ist man in der "Primeria", was die "Grundschule" bildet. Die 7. bis 11. Klasse ist die "Secondaria", was die "weiterführende Schule" ist.
Nach 2 Stunden im Sekretariat führte man mich im Schulgebäude herum und stellte mich den 9. Klassen vor.
Nachdem ich die erste Pause verpasst hatte, ging ich in meine Klasse.
In der 4. Stunde stellten sich alle vor und wir machten keinen Unterricht. Danach war die große Pause.
Anschließend stand ein kurzer Religionstest an und danach redeten wir nur.
Um 13.45 Uhr war dann die Schule vorbei.

Ich habe außerdem herausgefunden, dass nächste Woche ein neuer deutscher Austauschschüler auf die selbe Schule kommt.

Über die Schule, Fächer, Arbeiten, Hausaufgaben und Verhalten gegenüber den Lehrern mache ich ein anderer Post, sobald ich mehr darüber herausgefunden habe.

Volcán Poás


Gestern war mein erster Ausflug in Costa Rica.
Ich bin zusammen mit meiner Gastfamilie zu dem Vulkan Poas gefahren. Unterwegs haben wir auch einen Zwischenstopp bei dem "Catarata de la Paz"  (wörtlich übersetzt: Wasserfall des Friedens) gemacht, bevor es weiter zu dem Nationalpark Vukan Poas (Parque Nacional Volcán Poás) ging. Außerdem entdeckten war am Straßenrand ein "pisote".
Da der Vulkan sehr hoch gelegen ist (2.708 m), war es dort auch kälter und sehr sehr windig. Da ich aus Deutschland komme, bin ich kälteres Wetter gewöhnt, doch meine Gastfamilie hat sehr gefroren. Mit anderen Worten, ich war froh, dass ich ein T-shirt, eine Fleece Jacke und eine lange Hose anhatte, aber gefroren habe ich nicht.
Je näher man sich dem Vulkan näherte, desto kälter, windiger und nebliger wurde es.
Da es sehr windig und neblig war, war es sehr spannend dem Vulkan zuzuschauen. Teilweise hat man gar nichts gesehen und plötzlich sah man den Vulkan ganz genau.
Nach einer sehr kurzen Wanderung durch den Wald, erreichten wir die Lagune. Auch hier sah man nur eine Nebelsuppe, die sich aber lichtete. Leider habe ich kein Foto davon.
Nach dem Besuch gingen wir noch Essen und besuchten die Verwandtschaft.

Alles in einem war es ein wunderschöner Tag und der Vulkan ist auf jeden Fall ein Ausflug wert.

Samstag, 1. August 2015

1 Woche

Ich bin jetzt seit über einer Woche hier und mir sind verschiedene Dinge aufgefallen. Ich weiß natürlich nicht, ob das in anderen Familien auch so ist, aber in meiner Gastfamilie schon.

1. Gallo Pinto wird zum Frühstück gegessen. (Was das ist erkläre ich in einem anderen Post)
2. Reis gibt es zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen.
3. Alle Häuser haben Zäune um das Haus.
4. Auf den Straßen geht es anders zu: Ampel werden beachtet, doch es wird sehr viel gehupt. Außerdem gibt es an den Straßenrändern viele Obststände.
5. In der Regenzeit wechselt das Wetter immer von Sonne zu sehr starkem Regen. Und das ganz plötzlich.
6. Die Früchte haben teilweise andere Farben und auch andere Größen.
7. Das Wasser ist mit Chlor versetzt.
8. Man zieht dieselbe Kleidung nicht zweimal an.
9.  Das Abflussrohr der Toilette ist viel viel kleiner als in Deutschland (klingt ein bisschen komisch)
10. Der Fernseher läuft eigentlich die ganze Zeit.

Die Punkte 3-10 sind überall gleich.

Zu meinem Spanisch:
In Deutschland hatte ich 2 Jahre Spanisch in der Schule. Als ich angekommen bin, habe ich eigentlich nichts verstanden. Ich bin jetzt seit 6 Tagen bei der Familie und verstehen fast 60%.
Die Schuluniform habe ich schon gekauft und am Montag ist mein erster Schultag.

Dienstag, 28. Juli 2015

Tiempo


Für die, die nicht wissen was "tiempo" bedeutet: Tiempo ist, was für ein Wunder, ein spanisches Wort. Es bedeutet sowohl Wetter, als auch Zeit.
Das Wetter hier in Costa Rica ist sehr angenehm. Wenn morgens die Sonne noch nicht da ist, ist es ein bisschen kalt, aber sobald sie aufgeht, wird es richtig warm. In den wenigen Tagen, in denen ich nun in Costa Rica bin, war es immer sehr stürmisch, aber trotzdem sehr warm. In den letzten beiden Tagen wechselte das Wetter ständig von Regen zu Sonne und von Sonne zurück zu Regen.
Die Tag-Nacht-Gleiche ist hier sehr deutlich zu merken. Morgens gegen 6 Uhr geht die Sonne auf und gegen 18 Uhr wieder unter. Als wir gestern gegen 19 Uhr zu Hause ankamen, dachte man es wäre schon 22 Uhr.
Zu guter Letzt schreibe ich noch kurz etwas über den Jet-Lag, den ich ein bisschen spüre.
Costa Rica liegt 7 Stunden hinter Deutschland bzw. 8 Stunden im Sommer, da es in Costa Rica keine Sommerzeit gibt.
Die erste Nacht war sehr gut und ich dachte, "wo bleibt der Jet-Lag", doch am Nachmittag merkte ich ihn. Gegen 15 Uhr (CR) wurde ich müde, da es einfach schon Nacht in Deutschland war.
Morgens war ich immer gegen 5 Uhr auf, da es Nachmittag in Deutschland war.
Aber mit der Zeit legt sich das bestimmt. Ich meine, es hat sich schon sehr gebessert.

Montag, 27. Juli 2015

Rund um den Flug...


Hallo mal wieder!
Am Donnerstag bin ich mit meiner Familie nach Frankfurt zum Flughafen gefahren. Wir waren abends schon da, weil wir einen "Vorabend-Check-In" machen wollten. Als wir am Flughafen so gegen 20 Uhr ankamen, half man uns mit den Tickets und wies uns an, dass wir doch den Automaten benutzen sollten. Man verstand gut was man machen sollte, doch am Ende kam dann die Meldung "Visa requiered". Wir versuchten es noch zwei mal und gaben danach auf. Wir gingen zum Lufthansa-Büro. Der Herr von der Lufthansa half uns weiter, doch auch bei ihm tauchte diese Meldung auf. Er schickte uns dann also zu den Ticket-Schaltern (inzwischen war es ca. 20:45 Uhr). Eine Frau erklärte sich bereit und half uns auch sehr gerne weiter. Doch, was für ein Wunder! Die gleiche Meldung tauchte auf. Sie führte mehrere Gespräche, doch diese halfen uns auch nicht weiter.
Um 21 Uhr war dann Schichtwechsel. Wir kamen zum nächsten Kollegen. Nach mehreren Gesprächen war dann die Geschichte geklärt: das Problem war, dass ich als Tourist in Costa Rica einreise. Dafür braucht man kein Visum, solange man nach 90 Tagen wieder ausreist. Mein vorläufiger Rückflugtermin ist aber erst am 1 Dezember und damit mehr als 90 Tage später.
Da es inzwischen nach 22 Uhr war, konnten wir auch keinen "Vorabend-Check-In" mehr machen.

Der nächste Morgen

Am nächsten morgen waren wir gegen 7 Uhr am Flughafen, da wir darauf hingewiesen wurden, dass am 24.7. viele Flüge in die USA gehen.
Gegen 8:30 Uhr verabschiedete ich mich von meiner Familie und ging durch den Zoll. Ich fand schnell die anderen Austauschschüler und um 9:15 Uhr war Boarding. Wir hoben gegen 10:30 Uhr ab und landeten planmäßig in Houston.

Houston

In Houston ging das Unglück weiter: Eine Austauschschülerin nahm unglücklicherweise den falschen Koffer vom Band und wir brauchten Ewigkeiten bis wir wieder den richtigen Koffer hatten. In derselben Zeit verlor ein anderer Austauschschüler sein Geldbeutel und seine Geldkarten, die er wohl nicht wieder bekommen wird.

Als wir landeten war es schon 4 Uhr morgens in Deutschland und somit alle ziemlich müde. Bei beiden Flügen gab es mehrere Turbulenzen, was ich nicht weiter schlimm fand.

Gegen 21:30 Uhr gingen wir dann in unserem Unterkunft schlafen.

Dienstag, 21. Juli 2015

Abschiedsfeier


Am Samstag habe ich meine Klasse zum Abschieds-Grillen eingeladen.
Damit ich meine Klasse nicht vergesse, haben sie mir ein Schlafanzug mit einem Klassenfoto geschenkt. Zudem erhielt ich auch noch ein kleines Nutella-Glas, welches ich leider nicht mitnehmen kann :( . Ich "vererbe" das Glas meinem Bruder, der mir (hoffentlich) wieder ein Neues kauft.
Von einem Klassenlehrer erhielt ich (passend zu meinem Auslandsjahr) eine Dose TicTac mit "Costa Rica Geschmack" und ein Buch.
Meine besten Freundinnen sind dann über Nacht geblieben. Wir redeten viel und saßen am Lagerfeuer.

Am Sonntag Nachmittag kam dann meine Familie zur Abschiedsfeier.
Die anfänglichen Sturmböen haben sich mit der Zeit auch abgeschwächt und wir konnten den Tag gemeinsam im Garten verbringen.

Manche, die auf dem gleichen VBS waren wie ich, sind schon weg, doch ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich in 2 Tagen auch im Flieger sitzen werde und 1 Jahr voller neuer Erfahrungen auf mich wartet.
Wahrscheinlich weil ich es nicht glauben kann, bin ich auch noch nicht aufgeregt (zumindest nicht bewusst) und habe auch noch nicht geweint. Ich werde es vielleicht erst am Flughafen registrieren, dass ich wirklich weggehe.

Montag, 20. Juli 2015

Abreise rückt näher...


In 3 Tagen ist es so weit! Ich bin dann für gut ein Jahr in Costa Rica.
In der Zwischenzeit habe ich oft mit meiner Gastfamilie geschrieben.
Wir klärten zum Beispiel wie die Schuluniform auszusehen hat, wo in der Nähe ein Geldautomat ist, welchen Sport ich betreiben möchte usw.
Ich bin sehr froh, dass ich schon eine Gastfamilie habe, denn anderen Costa-Rica-Teilnehmern haben erst vor kurzem erfahren, wohin sie kommen. Eigentlich ist das ja nichts negatives, da es zeigt, dass sich die Partnerorganisation Mühe mit der Familiensuche macht, doch man möchte schon sehr gerne wissen, wie die Familie aussieht, wie sie heißt, was für Hobbys sie haben und viele Sachen mehr.

Außerdem erhielt ich das Programm für das Vorbereitungsseminar Vorort:




Sonntag, 28. Juni 2015

Gastfamilie


Ich habe schon seit genau 3 Wochen meine Gastfamilie. Ich habe davor noch nichts dazu geschrieben, da es noch nicht sicher war auf welche Schule ich kommen werde.
Ich werde bei einer Familie ohne Haustiere leben. Ich habe 2 Gastschwestern - eine ist 9 und die andere ist 13 Jahre alt.
Die ganze Familie macht Sport und macht einen sehr sympathischen Eindruck.
Per Facebook und E-Mail habe ich regelmäßig Kontakt mit meiner Gastschwester und Gastmutter.
Ich werde in der Provinz Alajuela leben und werde eine privat-katholische Schule besuchen, die nur 300 Meter vom Wohnhaus entfernt ist.
Außerdem ist die Schule sehr streng, was das Tragen der Schuluniform betrifft.

Sonntag, 7. Juni 2015

Vorbereitungswochenende


Letzten Donnerstag (28.5.) war es so weit!
Es fand das Vorbereitungswochenende (VBS) für das Auslandsjahr statt.
Zusammen mit 19 anderen Teilnehmern bereiten wir uns auf das Jahr im Ausland vor. Betreut wurde das ganze Wochenende von 6 "Teamern", die alle selber im Ausland waren und gute Erfahrungen gesammelt haben
Die 19 anderen Teilnehmer gehen nach Neuseeland, China, Argentinien, Chile und Costa Rica. Manche für 1 Jahr, andere nur für ein halbes.
Nach Costa Rica gehen noch 11 andere Teilnehmer, doch nicht alle sind bei dem gleichen VBS wie ich.
Es gibt mehrere Vorbereitungswochenenden; für Europa, für PPP-Stipendiaten, für die USA und für Übersee.


Das Wochenende begann am Donnerstag gegen 18 Uhr und endete am Sonntag gegen 13 Uhr. Danach war für die Eltern eine Informationsveranstaltung.

Während des VBS arbeiteten wir als ganze Gruppe, in Kleingruppen und in Expertengruppen bzw. in spezifischen Ländergruppen. Außerdem gab es einen "Boy's only, girl's only"- Abend.
In der Großgruppe wurden mehrere Referate gehalten, wobei man in den Kleingruppen eher Aufgaben machte, die sich mit der Persönlichkeit beschäftigt haben.
Zu guter Letzt drehte sich viel um die Bewältigung von Heimweh und der Kontakt mit zu Hause.